Wirtschaftlichkeit Das Passivhaus spart Energie und Geld!

Ist ein Passivhaus auch für Normalverdiener bezahlbar?
Ja, denn die Mehrkosten des Pas­sivhauses für die verbesserten Fenster, für Lüftung und Dämmung werden durch die Passivhaus-Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgefangen

Da die Ausgaben für Energie erheblich niedriger sind, kann ein Kredit auch schneller getilgt werden.

Passivhäuser sind auf lange Sicht kostengünstiger als jedes andere Haus. Wenn der Heizwärmebedarf unter 15 kWh/m²a (berechnet nach PHPP Passivhaus Projektierungs-Paket nach Feist) sowie die Heizlast niedriger als 10W/m² ist, kann auf ein konventionelles Heizsystem verzichtet werden, womit die Baukosten erheblich gesenkt werden, und das Passivhaus sogar billiger wird als ein Niedrigenergiehaus mit 25 kWh/m²a

Die Stadt Frankfurt bietet Interessierten ein Passivhaus-Infopaket an. Es umfasst unter anderem eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für Passivhäuser. Damit können sie selbst überprüfen dass ein Passivhaus die kostengünstigste und wirtschaftlichste Bauweise ist.

... mehr Information zu Passivhaus Kosten vom Energiereferat der Stadt Frankfurt „Passivhäuser: die wirklichen Kosten"

Mit dem PHPP (Passivhaus Projektierungs-Paket) kann der Nachweis im Rahmen des KfW-Förderprogramms „Energieeffizient Bauen"  für Passivhäuser als KfW-Effizienzhaus 40 bzw. Effizienzhaus 55 geführt werden.

Passivhäuser werden als Effizienzhaus 40 (Beste Kategorie) gefördert, sofern der Primärenergiebedarf nicht mehr als 30 kWh pro m² Gebäudenutzfläche beträgt.

Mehrkosten beim Bau

* Erhöhter Dämmaufwand für Dach-, Wand- und Bodenplattendämmung
* Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung
* Sehr hoch dämmende Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung
* Aufwändigere Detaillösungen für die Abdichtung (luftdichte Hülle notwendig)
* In manchen Fällen Aufwand bei Sonderlösungen (Beispiel Katzenklappe)
* Luftdichtheitstest (Blower-Door Messungen)

Minderkosten beim Bau

* keine konventionellen Heizkörper, Wand- oder Fußbodenheizung und dafür nötige Technik
* Kein eigener Heiz- oder Brennstofflagerraum notwendig
* Erheblich geringere Heizungskosten, und Kosten für Hilfsstrom (Umwälzpumpen, Antrieb bei Pellets- oder Hackschnitzelöfen, etc.)
* Keine Kaminzüge notwendig (bei Wärmepumpe)
* keine jährlichen Kosten für Rauchfangkehrer, Gasthermenwartung, etc.

Betriebskosten

* Heizkostenersparnis vom ersten Tag an, spielt höhere Investitionskosten herein.

Hinzu kommt noch der Werterhalt eines Passivhauses durch die hohe Qualität: weniger Bauschäden durch luftdichte Bauweise und hohe Oberflächentemperatur, die Tauwasserausfall und damit Schimmelbildung verhindern.
Schließlich ist da noch der erhöhte Wohnkomfort, der sich monetär nur schwer ausdrücken lässt.

oder anders ausgedrückt ;-)

„Wohnimmobilien, die ein gutes Energierating aufweisen, erzielen höhere Verkehrswerte und zählen bei der Netto-Cash-Flow-Rendite zu den Outperformern."

(Aus einer Studie der IPD Investment Property Databank GmbH)