Das Passivhaus mit dem Plus – Eine ideale Kombination

Die Entwicklung des Bauens geht ständig weiter. es werden immer wieder neue Gebäudekonzepte wie z.B. Null oder Plusenergiehäuser vorgestellt. Mit Energiegewinnung durch Solaranlagen auf dem Dach werden die eigenen vier Wände zum Heimkraftwerk.

Bei der Festlegung eines Standards kommt es auf eine ehrliche Rechnung an. „Wenn ein Gebäude im Sommer einen Überschuss produziert, führt das nicht unbedingt zu einer ausgeglichenen Bilanz. Gerade im Winter, wenn am meisten geheizt wird, ist der Ertrag von Solaranlagen meist gering. Die Rechnung geht daher nur auf, wenn auch der Energiebedarf des Gebäudes gering ist.

Wirklich effizient werden solche Gebäude nur dann, wenn gleichzeitig extrem wenig Energieverbraucht wird. 

Grundlage bleibt daher die Energieeffizienz des Passivhaus-Standards. Zusätzlich wird in den neuen Gebäude-Kategorien die Deckung des verbleibenden Bedarfs über erneuerbare Quellen bewertet. Das Label „Passivhaus Plus“ besagt, dass bei einem Einfamilienhaus in etwa so viel Energie produziert, wie verbraucht wird. Mit dem Siegel „Passivhaus Premium“ wird ein Überschuss an erzeugter Energie bescheinigt.

Wenn der Energiebedarf für Heizung, Warmwasser, Lüftung und auch für den Haushaltsstrom auf ein Minimum reduziert wird, fällt es viel leichter, den kompletten Bedarf vollständig mit erneuerbaren Energien zu decken. bei geringerer Effizienz steigen die Kosten für den Energieverbrauch. Gleichzeitig steigen dann auch die Investitionen in Photovoltaik- oder Windkraftsysteme – oder die „Erneuerbaren“ reichen nur teilweise und es muss fossile Energie ergänzt werden.

Es ist also sinnvoll ein Passivhaus zu bauen und an südorientierten, verschattungsfreien Flächen von Dächern oder Fassaden zusätzlich eine möglichst große Photovoltaikanlage zu integrieren. Das Ergebniss ist ein Passivhaus Plus oder Passivhaus Premium.

Auf diesem wege werden die Vorteile der Effizienz des Passivhaus-Konzepts und der erneuerbaren Energieerzeugung bestmöglich kombiniert.

Classic, Plus, Premium: Die neuen Passivhaus-Klassen und wie sie erreicht werden können“ (Vortrag zur Internationalen Passivhaustagung 2015 von Dr. Benjamin Krick)

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